10.02.2026
Öl- und Heizölpreise aktuell

Trotz eines vorsichtig positiven Starts der von Oman vermittelten Atomgespräche zwischen Washington und Teheran bleibt die Unsicherheit hoch. Analysten sehen deshalb weiterhin einen moderaten geopolitischen Risikoaufschlag in den Ölpreisen, da verschärfte Sanktionen, militärische Zwischenfälle oder Störungen des Schiffsverkehrs nicht ausgeschlossen sind. Verschärfend kommt hinzu, dass der Iran an seiner Urananreicherung festhält und im Falle eines Angriffs mit Vergeltung gegen US-Stützpunkte in der Region droht.
Parallel dazu erhöht auch die Sanktionspolitik den Druck auf den Ölmarkt. Die EU plant, ihre Maßnahmen gegen Russland auszuweiten und erstmals auch Häfen in Drittstaaten wie Georgien und Indonesien ins Visier zu nehmen, die russisches Öl umschlagen. Zudem wird über eine Abschaffung des Ölpreisdeckels und eine Rückkehr zu einem umfassenden Verbot maritimer Dienstleistungen diskutiert. Erste Marktreaktionen zeigen sich bereits darin, dass Indien vermehrt Rohöl aus Westafrika und dem Nahen Osten einkauft und russische Lieferungen meidet.
Insgesamt bleiben die Ölpreise von geopolitischen Risiken geprägt. Während laufende Verhandlungen kurzfristig für Entspannung sorgen könnten, halten die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten, neue Sanktionsinitiativen und die anstehenden Monatsberichte von EIA, IEA und OPEC die Unsicherheit hoch und stützen einen Risikoaufschlag am Ölmarkt.

| Bereich | Schlusskurs 08.02.2026 |
Schlusskurs 09.02.2026 |
Startkurs heute 10.02.2026 |
Veränderung zum Vortag |
Tendenz 10.02.2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| Heizölpreis (Euro/100L) 3.000 L. Standardqualität |
100,13 | 99,52 | 99,70 | 0,2 % | ![]() |
| Rohölsorte Brent (US-Dollar/Barrel) |
68,46 | 69,39 | 68,85 | -0,8 % | ![]() |
| Wechselkurs (Euro/US-Dollar) |
1,1816 | 1,1901 | 1,1907 | 0,1 % | ![]() |
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